Montag, 8. Mai 2006
NBA Playoffs - Zweite Runde 2
mvolger, 23:08h
Nachdem die zweite Playoff Runde gestern, mit zwei Spielen wie sie unterschiedlicher kaum hätten sein können, startete, finden heute Nacht die ersten Spiele der anderen zwei Serien zwischen Miami und New Jersey, sowie den Phoenix Suns und den LA Clippers statt.
Hier nun also meine Analysen zu diesen Serien:
(2) Miami Heat - (3) New Jersey Nets
Beide Teams hatten nach 4-2 Siegen in der ersten Runde ausreichend Gelegenheit zur Regeneration und Zeit sich auf den Gegner vorzubereiten. Wie beide Teams die Stars des Gegners verteidigen werden wird sicher ein entscheinder Faktor in dieser Serie werden.
Auf der einen Seite müssen die Nets versuchen Dwayne Wades Penetration und Shaq im Post zu stoppen. Wade wird es vermutlich meistens mit Jason Kidd oder Richard Jefferson zu tun haben, wobei Kidd in Sachen Athletik allerdings klar den Kürzeren zieht und Jefferson wohl etwas zu langsam und unbeweglich in Vergleich zu Wade ist. Im Post sind die Nets mit Collins,Krstic und Robinson auch deutlich unterlegen. Es ist gut möglich, dass die Nets sowohl gegen Wade als auch Shaq doppeln werden, sodass Walker, Williams und Posey die offenen Würfe von außen treffen müssen. Außerdem dürfen sich die Heat gegen die Fastbreak-starken Nets nicht so viele Turnover erlauben wie gegen die Bulls.
Ebenfalls verbessern müssen die Heat ihre Perimeter Defense, insbesondere gegen Vince Carter, der Miami in der Saison 38,5 Punkte einschenkte und auch in der ersten Runde gegen die Pacers überragend spielte.
Der X-Faktor für die Nets dürfte jedoch Nenad Krstic sein, der seine gute Form aus den letzten Saisonwochen auch gegen Indiana bestätigen konnte (18PPG;7,2RPG). Defensiv darf er nicht in Foulprobleme geraten, weshalb Lawrence Frank wohl meistens Jason Collins gegen Shaq verteidigen lassen wird. In der Offensive kann er Shaq vielleicht das eine oder andere Foul anhängen und aufgrund seines guten Wurfs aus der Mitteldistanz die Shotblocker der Heat von Korb weglocken und damit Platz für die Penetration von Kidd, Carter und Jefferson schaffen.
Was die Serie, je länger sie dauert, letzten Endes entscheiden wird, könnte die deutlich bessere Bank der Heat sein. Mit Payton, Mourning, Walker bzw Posey und Derek Anderson hat Pat Riley deutlich bessere Alternativen als Frank mit Cliff Robinson, Jacque Vaughn oder Lamond Murray. Meine Prognose lautet daher: 4-3 für Miami
(2) Phoenix Suns - (6) LA Clippers
Während sich die Clippers äußerst souverän gegen die Denver Nuggets durchsetzten, standen die Suns gegen die Lakers bereits mit dem Rücken zur Wand, schafften es letztendlich aber doch die Serie nach einem 1-3 Rückstand für sich zu entscheiden.
Eine entscheidende Rolle wird den beiden Point Guards, MVP Steve Nash und Sam Cassell, und der damit verbundenen Frage zukommen, welchem Team es gelingt dem anderen sein Tempo aufzuzwingen.
Nash wird versuchen das Spiel schnell zu machen und den Score in die Höhe zu treiben, während Cassell und die Clippers daran interessiert sein dürften möglichst viele Halfcourtsets zu spielen. Gegen die Nuggets gelang dies dem Team von Mike Dunleavy bereits sehr gut als es sie Denver 13 Punkte unter ihrem Saisonschnitt zu halten. Sich auf ein Wettrennen oder einen Shootout mit den Suns einzulassen wäre aus Sicht der Clippers fatal, da sie in dieser Beziehung gerade auf den großen Positionen mit Brand und Kaman gegenüber den schnellen und athletischen Marion, Diaw und Thomas klar den kürzeren ziehen würden. Vielmehr sollten sie versuchen den Ball im Halbfeldangriff oft in Korbnähe zu bringen, wo die Suns aufgrund ihrer kleinen Aufstellung gegen die Lakers extreme Schwächen offenbarten und immer wieder zweite Wurfchancen nach Offensivrebounds zulassen mussten oder einfache Punkte nur durch Fouls verhindern konnten. Den Clippers spielt dies enorm in die Karten , haben sie doch mit Elton Brand einen der besten Offensivrebounder der Liga in ihren Reihen. In den vier Aufeinandertreffen in der Regular Season sicherte sich Brand 5,3 offensive Abpraller pro Spiel- mehr als gegen jedes andere NBA Team. Chris Kaman steuerte darüber hinaus ebenfalls noch 3,5 Offensivrebounds bei.
Bei allen Schwachpunkten in der Defense sind die Suns immer noch das offensivstärkste Team der Liga. Steve Nash versteht es wie kein Zweiter Würfe für seine Mitspieler herauszuspielen und wo Shawn Marion und Boris Diaw hinten zu klein und zu schwach sind, sind sie vorne zu schnell und zu beweglich. Nashs Fähigkeit den offenen Mann zu finden steckt das gesamte Team an: 26,6 Assists und 39,9% von der Dreierlinie bedeuten Platz eins unter allen NBA Teams, und bei all dem Tempo wird trotzdem mit Kontrolle gespielt. Nur drei Teams erlauben sich weniger Ballverluste als die Suns. Mindestens sechs Suns sind jeden Abend für 20 Punkte gut und so kann das Team immer wieder Gegner aus der Halle schießen.
Die Serie gegen die Lakers hat jedoch die Schwachstellen der Truppe von Mike D'Antoni deutlich gemacht. Dazu kommt, dass die Teamdefense der Clippers deutlich besser ist als die des Stadtrivalen.
Dieser Vorteil, die deutliche Überlegenheit auf den großen Positionen sowie die Tatsache, dass der Kräfteverschleiß für die Clippers in der ersten Runde deutlich geringer war , werden am Ende den Ausschlag geben. Mein Tipp: LA zieht mit 4-2 in die Conference Finals ein.
Hier nun also meine Analysen zu diesen Serien:
(2) Miami Heat - (3) New Jersey Nets
Beide Teams hatten nach 4-2 Siegen in der ersten Runde ausreichend Gelegenheit zur Regeneration und Zeit sich auf den Gegner vorzubereiten. Wie beide Teams die Stars des Gegners verteidigen werden wird sicher ein entscheinder Faktor in dieser Serie werden.
Auf der einen Seite müssen die Nets versuchen Dwayne Wades Penetration und Shaq im Post zu stoppen. Wade wird es vermutlich meistens mit Jason Kidd oder Richard Jefferson zu tun haben, wobei Kidd in Sachen Athletik allerdings klar den Kürzeren zieht und Jefferson wohl etwas zu langsam und unbeweglich in Vergleich zu Wade ist. Im Post sind die Nets mit Collins,Krstic und Robinson auch deutlich unterlegen. Es ist gut möglich, dass die Nets sowohl gegen Wade als auch Shaq doppeln werden, sodass Walker, Williams und Posey die offenen Würfe von außen treffen müssen. Außerdem dürfen sich die Heat gegen die Fastbreak-starken Nets nicht so viele Turnover erlauben wie gegen die Bulls.
Ebenfalls verbessern müssen die Heat ihre Perimeter Defense, insbesondere gegen Vince Carter, der Miami in der Saison 38,5 Punkte einschenkte und auch in der ersten Runde gegen die Pacers überragend spielte.
Der X-Faktor für die Nets dürfte jedoch Nenad Krstic sein, der seine gute Form aus den letzten Saisonwochen auch gegen Indiana bestätigen konnte (18PPG;7,2RPG). Defensiv darf er nicht in Foulprobleme geraten, weshalb Lawrence Frank wohl meistens Jason Collins gegen Shaq verteidigen lassen wird. In der Offensive kann er Shaq vielleicht das eine oder andere Foul anhängen und aufgrund seines guten Wurfs aus der Mitteldistanz die Shotblocker der Heat von Korb weglocken und damit Platz für die Penetration von Kidd, Carter und Jefferson schaffen.
Was die Serie, je länger sie dauert, letzten Endes entscheiden wird, könnte die deutlich bessere Bank der Heat sein. Mit Payton, Mourning, Walker bzw Posey und Derek Anderson hat Pat Riley deutlich bessere Alternativen als Frank mit Cliff Robinson, Jacque Vaughn oder Lamond Murray. Meine Prognose lautet daher: 4-3 für Miami
(2) Phoenix Suns - (6) LA Clippers
Während sich die Clippers äußerst souverän gegen die Denver Nuggets durchsetzten, standen die Suns gegen die Lakers bereits mit dem Rücken zur Wand, schafften es letztendlich aber doch die Serie nach einem 1-3 Rückstand für sich zu entscheiden.
Eine entscheidende Rolle wird den beiden Point Guards, MVP Steve Nash und Sam Cassell, und der damit verbundenen Frage zukommen, welchem Team es gelingt dem anderen sein Tempo aufzuzwingen.
Nash wird versuchen das Spiel schnell zu machen und den Score in die Höhe zu treiben, während Cassell und die Clippers daran interessiert sein dürften möglichst viele Halfcourtsets zu spielen. Gegen die Nuggets gelang dies dem Team von Mike Dunleavy bereits sehr gut als es sie Denver 13 Punkte unter ihrem Saisonschnitt zu halten. Sich auf ein Wettrennen oder einen Shootout mit den Suns einzulassen wäre aus Sicht der Clippers fatal, da sie in dieser Beziehung gerade auf den großen Positionen mit Brand und Kaman gegenüber den schnellen und athletischen Marion, Diaw und Thomas klar den kürzeren ziehen würden. Vielmehr sollten sie versuchen den Ball im Halbfeldangriff oft in Korbnähe zu bringen, wo die Suns aufgrund ihrer kleinen Aufstellung gegen die Lakers extreme Schwächen offenbarten und immer wieder zweite Wurfchancen nach Offensivrebounds zulassen mussten oder einfache Punkte nur durch Fouls verhindern konnten. Den Clippers spielt dies enorm in die Karten , haben sie doch mit Elton Brand einen der besten Offensivrebounder der Liga in ihren Reihen. In den vier Aufeinandertreffen in der Regular Season sicherte sich Brand 5,3 offensive Abpraller pro Spiel- mehr als gegen jedes andere NBA Team. Chris Kaman steuerte darüber hinaus ebenfalls noch 3,5 Offensivrebounds bei.
Bei allen Schwachpunkten in der Defense sind die Suns immer noch das offensivstärkste Team der Liga. Steve Nash versteht es wie kein Zweiter Würfe für seine Mitspieler herauszuspielen und wo Shawn Marion und Boris Diaw hinten zu klein und zu schwach sind, sind sie vorne zu schnell und zu beweglich. Nashs Fähigkeit den offenen Mann zu finden steckt das gesamte Team an: 26,6 Assists und 39,9% von der Dreierlinie bedeuten Platz eins unter allen NBA Teams, und bei all dem Tempo wird trotzdem mit Kontrolle gespielt. Nur drei Teams erlauben sich weniger Ballverluste als die Suns. Mindestens sechs Suns sind jeden Abend für 20 Punkte gut und so kann das Team immer wieder Gegner aus der Halle schießen.
Die Serie gegen die Lakers hat jedoch die Schwachstellen der Truppe von Mike D'Antoni deutlich gemacht. Dazu kommt, dass die Teamdefense der Clippers deutlich besser ist als die des Stadtrivalen.
Dieser Vorteil, die deutliche Überlegenheit auf den großen Positionen sowie die Tatsache, dass der Kräfteverschleiß für die Clippers in der ersten Runde deutlich geringer war , werden am Ende den Ausschlag geben. Mein Tipp: LA zieht mit 4-2 in die Conference Finals ein.
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